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ReflexionsThema Solidarität

14 Nov 2017, Geschrieben von ReflectionWork in Test, Themen

Gemeinsam neue Brücken schlagen

Heißt Solidarität immer die besser Gestellten müssen die schlechter Gestellten unterstützen? Oder den „Opfern“ muss geholfen werden?

Solidarität fordert im ersten Schritt auf, sich mit den unterschiedlichen Lebensbedingungen der Menschen und anderer Lebewesen auseinanderzusetzen. Denn die Annäherung zwischen Priviligierten und Nicht-Priviligierten erfolgt nur eingeschränkt über das unreflektierte Helfen, das meist Machtstrukturen und systematische Benachteiligung unhinterfragt lässt. Eine wirkliche Annäherung kann nur über Veränderungen der Einstellungen und des Verhaltens aller Beteiligten und des Systems erreicht werden.

Solidarität fordert auf zum politischen Handeln. Paulo Freire nutzte den Weg der Bildung, um die „Unterdrückten“ zu befreien; Freire lehrte Menschen Lesen und Schreiben mit Themen, die sie aus der Unterdrückung befreien sollten, zum Beispiel über die ungerechte Verteilung von Ressourcen. Seine Schülerinnen und Schüler sollten Bewusstsein darüber erlangen, dass nicht alle Lebensbedingungen unveränderbar sind. Die Menschen sollen sich nicht in die Opferrolle begeben sondern sich aktiv engagieren für eine Veränderungen hin zu mehr Gerechtigkeit.

Demokratieverständnis als Basis

Wer hat unseren Gesellschaftsvertrag verhandelt? Wenn wir nicht teilnehmen an dieser Verhandlung, nicht laufend einfordern, dass dieser Vertrag erneuert und den aktuellen Verhältnissen angepasst wird, dann sind wir Passagier.

Demokratieverständnis ist keine Selbstverständlichkeit, es will gelernt werden. Wir müssen uns und die anderen ermächtigen zum Verhandeln von neue und verträglicheren Regeln für das Zusammenleben und den Erhalt dieser Erde.

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